Die Preizessin und der Zauber

Neuro-Linguistic Programming Neuro-Linguistic Programming n einem weit entfernten Ort lebte einmal eine wunderschöne Prinzessin in einem kleinen Raum im hintersten Turm eines großen Schlosses. Der Turm war mit Weinlaub umrankt, mit großen dunklen Blättern, die über die zwei kleinen verriegelten Fenster hingen und die Prinzessin daran hinderten hinauszuschauen. Manchmal, wenn sie genau am richtigen Platz stand und der gute Wind genau in die richtige Richtung blies, bewegten sich die dunklen Blätter gerade so viel, dass sie hinausspähen konnte auf die schöne sonnendurchflutete Welt. Die Prinzessin war traurig und unglücklich in ihrem Turm. Sie wünschte verzweifelt, das Schloss verlassen zu können, aber das Schloss war ein Labyrinth von dunklen Tunneln und Korridoren, von denen viele verschlossen waren oder ins Nirgendwo führten. Zudem lebte auch noch ein Drache in diesen Tunneln und Korridoren, „und vielleicht sogar mehr als einer”, dachte die Prinzessin.Eines Nachts, als die Prinzessin schlief, träumte sie von der Welt draußen und vom Schloss und ihrem Turm und dem Drachen. In ihrem Traum erschien ein Zauberer, der mit magischen Kräften ausgestattet war. Die Prinzessin wusste, dass der Zauberer magische Kräfte besaß, denn er konnte zu ihr in einer Sprache reden, die nur sie verstand. Ihr wurde ganz warm und wundervoll ums Herz. Die Prinzessin bat den Zauberer, sie aus dem Schloss, dass sie so lange gefangen gehalten hatte, herauszubringen. Der Zauberer schüttelte traurig den Kopf: “Das tut mir leid, Prinzessin, aber die Türschlösser im Schloss können nur von innen geöffnet werden. Du musst deinen eigenen Weg hinausfinden.” „Gibt es nicht irgend etwas, womit du mir helfen kannst?” fragte die Prinzessin. Der Zauberer dachte einen Moment nach und sagte dann : ,,Ich werde dich in dem Anfängerbuch für Zauberei lesen lassen. Du musst fleißig sein und lernen, um die Beschwörungen und Zauberformeln verstehen zu können. Wenn du das tust, wirst du im Stande sein, dunkle und Angst einflößende Plätze zu durchwandern und, um dich zu leiten, nur dein inneres Licht gebrauchen. Du wirst lernen, Türschlösser und verschlossene Türen so zu betrachten, dass die Türschlösser von alleine abfallen und die Türen aufgehen werden. Und, was am wichtigsten ist, du wirst es lernen, so zu Drachen zu sprechen, dass sie ihre Macht, dir Schaden zuzufügen, verlieren werden.” „Was für ein wunderschöner Traum”, rief die Prinzessin aus, „ wenn er nur wirklich wahr wäre!”. Und der Zauberer antwortete: „ Was ist Wirklichkeit ?”

Die Prinzessin dachte eine Weile darüber nach und sagte: „ Zauberer, was ist Wirklichkeit? Wann kann ich sagen, etwas ist real ?” „Nun gut”, sagte der Zauberer, „einige Leute denken, dass es da nicht viel Unterschied gibt zwischen dem, was wirklich und dem, was in der Einbildung ist, aber ich werde dir ein Geheimnis nennen! Es gibt ganz viel Unterscheidungen zwischen der realen und der imaginären Welt, und die imaginäre Welt kann genau so real sein wie du sie haben willst. Glaube mir, es kann sehr verwirrend sein, wenn irgend etwas von der Einbildung vermischt wird mit der Wirklichkeit und du nicht weißt, was was ist. Siehst du, so viele Dinge geschehen in der wirklichen Welt, dass es unmöglich für jemanden ist, mit allem gleichzeitig Schritt zu halten. Was du brauchst, Prinzessin, das ist ein Weg, den Unterschied zu sehen zwischen der realen und deiner imaginären Welt, besonders, wenn du dir vorstellst, sie wäre real.

In der realen Welt passieren viele Dinge, derer sich Prinzessinnen und ihre Eltern und Brüder und Schwestern (wenn sie welche haben) und sogar ganz normale Menschen nicht bewußt sind. Ich denke, du weißt schon, dass Hunde und Katzen viele Töne hören können, die Menschen nicht hören, aber wusstest du, dass Katzen sich mit diesen Tönen verständigen können? Auch Elefanten können über Kilometer hinweg untereinander Verbindung aufnehmen durch Töne in solch niedriger Frequenz, dass menschliche Ohren sie nicht hören können. Bei Licht ist es so ähnlich. Es gibt viele Dinge mit Licht, die von Prinzessinnen nicht gesehen werden können und die trotzdem real sind.

Ich werde dir ein anderes Beispiel geben, etwas, was dir jetzt in diesem Augenblick geschieht. Dein Körper sendet dir Botschaften, und ich wette meinen Zauberstab, dass du dir dessen nicht bewusst bist.” Die Prinzessin hatte schon immer einen Zauberstab haben wollen, und sie war sich ganz sicher, sich allem bewußt zu sein , dessen sie sich auch nur irgend bewußt sein könnte. „Ich möchte wissen, welcher Art Botschaften das sein könnten?” Sie hörte in ihre Gedanken hinein. „ Hm, keine neuen Botschaften in meinem Kopf, nur die alte dumme Stimme, die dieselben alten Dinge sagt. Und im Zimmer gibt es auch weder neue noch andersartige Laute. Vielleicht ist es was zu lesen für mich.” So schaute die Prinzessin im Zimmer herum, aber es gab nichts im Zimmer für sie zu lesen.

„ Also, Zauberer, du kannst mir genau so gut gleich deinen Zauberstab geben , denn es gibt keine Botschaften für mich. Weder von meinem Körper noch von sonst woher.”

„ Prinzessin”, sagte der Zauberer, „wie fühlt sich die Bettwäsche an deiner Haut an? Wie fühlen sich deine Ohren seitlich an deinem Kopf an? Ist dein Gesicht kühler als deine Füße? Und sag mir, wie fühlt sich die Luft an, wenn du ein- und ausatmest? Siehst du? Du kriegst ständig Botschaften von deinem Körper. Die meiste Zeit schenkst du ihnen überhaupt keine Beachtung. Aber, glaube mir, wenn du die Botschaften nicht erhalten würdest, würde es dir unmöglich sein aufzustehen, geschweige denn zu laufen, zu essen oder auch nur dein Gesicht zu waschen.”

„ Zauberer, du hast mich ausgetrickst! Das sind keine Botschaften, das sind Empfindungen!” „Richtig”, sagte der Zauberer,” das sind Empfindungen, aber Empfindungen sind letztendlich Botschaften. Wenn du mir nicht glaubst, dann leg deinen Finger mal auf einen heißen Ofen und frag dich selbst: „Was ist die Botschaft?”

„In welcher Art hat das etwas mit mir zu tun, damit ich an den Drachen vorbei aus dem Turm heraus und aus dem Schloss komme?” fragte die Prinzessin. „Vergiss nicht, was ich dir über die Türschlösser gesagt habe, Prinzessin”, sagte der Zauberer, „erinnere dich, nur du kannst sie öffnen, denn sie sind alle auf deiner Seite der Türen. Und wenn du nicht sagen kannst, was real ist, wirst du auch nicht fähig sein zu erkennen, was nicht real ist. Und wenn du das nicht unterscheiden kannst, wirst du auch nicht fähig sein, die Türschlösser zu öffnen oder den Drachen zu passieren.” Der Zauberer beschloss, nicht die dunklen Tunnel zu erwähnen, denn die Prinzessin verlor langsam ihre Fassung. „Ich denke, ich fürchte mich davor zu lernen, zwischen dem zu unterscheiden, was real ist und was nicht”, sagte die Prinzessin. „Ich denke, du fürchtest dich noch mehr davor, es nicht zu tun”, sagte der Zauberer.

Die Prinzessin dachte eine Weile nach über ihr Leben im Schloss und über den Drachen, die verschlossenen Türen und über das Labyrinth von dunklen Tunneln und Korridoren. Sie dachte darüber nach, wie lange es her war, dass sie jemanden hatte, mit dem sie sprechen konnte, der sie wirklich verstand. Und, obwohl sie nicht richtig sicher war, dass sie nicht träumte, konnte sie auch nicht sicher sein, dass sie es tat. Außerdem fing sie an, den Zauberer zu mögen! „Ich bin so traurig und unglücklich, dass ich in diesem Turm lebe. Manchmal, wenn der Wind so richtig bläst, kann ich einen kurzen Blick werfen auf das, was da draußen ist. Das sieht so schön aus. Bring mir doch, bitte, bei, wie ich meinen Turm verlassen kann und in die Welt hinausgehen kann!”

„Das will ich tun, Prinzessin, aber nur, wenn du mir versprichst, dass du dein Lernpensum erfüllst , selbst wenn du denkst, du kennst die Antworten schon. Du musst versprechen so zu tun und zu handeln, als ob alles, was ich dich zu tun bitte, etwas ist, was du zum ersten Mal lernst. Du musst auch versprechen, deine Lektion jeden Tag ein paar Minuten zu üben. Wenn du das für mich tust, will ich dich darin unterrichten , was du wissen musst, um dein Schloss verlassen zu können.” Die Prinzessin, die bei allem, was der Zauberer sagte, sehr aufmerksam war, stimmte augenblicklich zu.

„Zuerst will ich dir etwas über die Wirklichkeit beibringen”, sagte der Zauberer. Die erste Hälfte deiner ersten Stunde besteht darin, beobachten zu lernen, wie Dinge dieselben, ähnlich oder gleich sind. Nimm an, du bist bei einer besonderen Versammlung, und der Raum ist voll von Beamten und Ministern, Dienern und normalen Leuten. Wie ähneln sie sich? Worin gleicht sich ihre Kleidung? Übe zu beobachten, worin die Dinge die gleichen sind. Stell dir Tiere vor und worin sie sich ähneln. Worin ähneln sich Gorillas und Schildkröten? Worin sind Schilkröten wie andere Tiere? Wie die Leute, wie du? Worin gleichen sich Schildkröten? Wie können Schildkröten, Leute und Dinge in so vieler Hinsicht gleich sein, wenn sie es zur selben Zeit auch wieder nicht sind. Du kannst jeden Tag ein paar Minuten – aber nur für eine oder zwei, drei oder vier Wochen – üben zu beobachten, wie Dinge gleich oder ähnlich sind.

„Und dann möchte ich, dass du in der zweiten Hälfte der ersten Lektion beobachtest, wie verschieden die Dinge sind! Beobachte, wie die Dinge in der Welt sich voneinander unterscheiden. Wenn du hinausschaust, beachte, wie einige Wolken breiter, heller, dunkler, schmaler, runder oder flacher sind als andere in der Nähe und jedweden anderen Unterschied, der dir einfällt. Beachte dann die Farben. Wusstest du, dass Prinzessinnen, die in besondere Schulen gehen und mit Farben arbeiten, den Unterschied zwischen Tausenden verschiedener Farbschattierungen benennen können?

Ärgere dich nicht, wenn Du nur so ungefähr ein paar hundert oder so bemerkst, denn die meisten Leute können auch nur so viele unterscheiden. Vielleicht kannst du, wenn du dir vorstellst, in der Schule zu sein, hören und beobachten, wer schneller, langsamer, höher, tiefer, lauter oder leiser spricht. ( Wenn du willst, kannst du auch beobachten, wer sich worin gleicht. ) Wo auch immer du unterwegs bist, lerne, Unterschiede zu erkennen. Du kannst dies genau wie die erste Hälfte der Lektion üben.

„Die dritte Hälfte der Lektion ( Vergiss nicht, ich bin ein Zauberer und daher von den mathematischen Gesetzen ausgenommen! ) besteht darin, dass du lernst zu bemerken , wie die Dinge zugleich ähnlich und verschieden sein können. Schau nur auf dein Bett und betrachte die vier Bettpfosten genauer. Heb zwei Blätter desselben Baumes auf und untersuche sie. Zwei Kätzchen von derselben Katzenmutter. Zwei Kinder derselben Eltern. Beachte die Ähnlichkeiten und Unterschiede. Nimm die Einzigartigkeit und besonderen Eigenschaften von jedem einzelnen wahr. Und schließlich, wenn du dir vorstellst, dass du schläfst, erlaube dir selbst, einen Traum zu träumen, in dem du genau wahrnimmst, worin du dich von allen anderen auf der ganzen Welt unterscheidest. Denn schließlich sind es diese Unterschiede, die dich zu der einzigartigen und wundervollen Prinzessin machen, die du bist. Das einzige und unverwechselbare Du auf der ganzen Welt.”

Die Prinzessin, die jetzt ziemlich verunsichert war über das, was wirklich wahr war und was nicht, sagte:” Zauberer, ich habe hier im Turm gelebt, so lange ich denken kann.Jedes Mal, wenn ich ihn verlassen wollte, war mir bange vor dem Drachen (Und ich denke, da gibt es mehr als einen !), kam ich zu einer verschlossenen Tür, oder ich verlor mich in einem dunklen Tunnel,und so verbringe ich meine Tage und Nächte an dem einzigen Platz, an dem ich mich sicher fühle.”

Der Zauberer sagte:”Wenn du willst, Prinzessin, kannst du weiterhin in Angst vor dunklen Tunneln, Drachen und verschlossenen Türen leben und damit deine Tage in einem kleinen Raum im Turm zubringen.” „ Nein”, rief die Prinzessin aus, „ das ist Angst einflößender als als zu lernen, den Unterschied zwischen wirklich und unwirklich zu erkennen. Ich will meine Lektionen üben und lernen, was ich zu lernen habe.” „Prinzessin, sagte der Zauberer, „ ich werde dich besuchen, wann immer du es wünschst.” Die Prinzessin sagte:” Wenn ich doch nur glauben könnte, dass dies wirklich wahr wäre.” Und der Zauberer antwortete:”Was ist Wirklichkeit?”

© By Peter F.Kean 1996
Translation by Barbara Wagner, Berlin, Deutschland


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